Archiv der Kategorie: Agricultura

Bäuerliche Landwirtschaft

Die Confederação Nacional da Agricultura (CNA) ist die Organisation der bäuerlichen Familienbetriebe in Portugal. Sie engagiert sich auch in allen internationalen Kamapgnen für Ernährungssouveräniät Nyeleni (Via Campesina) und Solidarische Landwirtschaft URGENCI. Die CNA unterhält das Infoportal http://www.inforcna.pt mit umfangreichen Infos über Landwirtschaft, EU-Politik und die internationalen Beziehungen des Verbands.

Ausbeutung im Alentejo

Es gibt aber auch hin und wieder Orchideen in der Medienlandschaft. So berichtet Claus Bunk in der Portugal-Post vom Mai 2020 über die landwirtschaftlichen Hilfsarbeiter im Alentejo. (Link zur Portugalpost PDF, ab Seite 40) Die alten Großgrundbesitzer produzieren für die EU-Märkte Wein und Obst. Bunk kennt sich im Landkreis Odemira aus und schildert den Zuwachs an Ausbeutung durch die alten Oligarchen der Region. Er hat bei offiziellen Stellen im Landkreis, der Immigranten-Soli SOLIM bei der Grünen Partei PEV und beim Bloco da Esquerda Odemira nachgefragt. Die Folientunnel im Beitragsbild liegen auf den Latifundien bei Almograve, von denen in Claus Bunks Artikel die Rede ist.

In Echt: Ökologisches Studienprojekt

Das Gut Herdade do Freixo do Meio ist ein kooperativ organisiertes Projekt für die ökologische Produktion von Lebensmitteln. Hier wurden ausgelaugte Böden durch tradierte Methoden wieder fruchtbar gemachet. Für den wirtschaftlichen Erfolg nutzt das Landgut vorwiegend Direktvermarktung, wendet Vermarktungsformen der solidarischen Landwirtschaft an (Biokiste) und nutzt alle Formen der handwerklichen Veredelung seiner Erzeugnisse.

Die Herdade de Freixo do Meio liegt im Alto Alentejo, im Distrikt Evora. Sie gehört zur Kommune Foros de Vale Figueira auf der IC 10 auf helbem Wege zwischen Lavre und Montemor-o-Novo.


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Eine der agroforstlichen Anbauformen beschreibt Alfredo Cunhal Sendim in der Agrarzeitschrift ‚Voz do Campo‚. Saatkartoffeln werden auf die Erde gelegt und dann mit einer 10 cm dicken Schicht klein geschnittener Eukalyptuszweige bedeckt. Die kleinen Zweige sich recht dünn und werden in handlange Stücke geschnitten. Wie auch unter Strohmulch entwickeln sich die Kartoffelpflanzen ebenso wie im Boden, nur sauberer.

Die Methode stammt ursprünglich aus Kanada und ist als BRF im französisch sprachigen Raum verbreitet. Das Mulchen mit Material von Bäumen soll die Humusbildung besonders gut anregen. Die Ideengeber des Verfahrens sehen im Wald das leistungsstärkste Zusammenwirken von Bodenorganismen und Pflanzen für eine rasche Entwicklung der Fruchbarkeit. Im Anbau speichert der Mulch auch kondensierte Feuchtigkeit aus der Luft, so dass Wasser effektiver genutzt werden kann. Pilzmyzele, die sich im Boden bilden, verstärken den Effekt.